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Was ist "Biologische oder Ganzheitliche Zahnmedizin?"
Buchbesprechung:
Organisches Germanium
Eine Hoffnung für viele Kranke

Buchbesprechung:
Traditionelle Europäische Medizin


Keine Panik - Die Wahrheit über Vogelgrippe, H5N1, Impfen und AIDS
Dr. med. Uta Seydewitz
Biologische Zahnmedizin
Was ist "Biologische oder Ganzheitliche Zahnmedizin?"
In jedem lebendigen Wesen ist das,
was wir Teile nennen,
dergestalt unzertrennlich vom Ganzen,
daß sie nur in und mit demselben begriffen werden können.
(J.W.v.Goethe)
 
 
Der Begriff Biologische Zahnmedizin ist etwas verwirrend und daher schwierig zu definieren. Unter Biologischer Zahnmedizin könnte man verstehen, daß der Zahnarzt nur biologisch verträgliche Materialien verwendet; Materialien, die in biologisch-wissenschaftlichen Testverfahren bezüglich negativer Wirkungen auf Zytotoxizität (toxische Wirkungen auf Zellen) gut abschneiden. Doch dies trifft bei weitem nicht den Kern der Sache. Deshalb ist der Begriff Ganzheitliche Zahnheilkunde treffender; er drückt mehr von der ganzheitlichen Anschauung bzw. von einem ganzheitlichen Denkansatz aus, der sich eigentlich dahinter verbirgt.
Die Bezeichnung "Alternative Zahnheilkunde" ist abzulehnen, denn es wird im eigentlichen Sinne keine völlig andere Zahnmedizin praktiziert. Die meisten Behandlungsmethoden beruhen auf der sogenannten "Schul-Zahnmedizin", der wissenschaftlich orientierten Zahnheilkunde; sie stellt die Ausgangsbasis dar. 
Die Ganzheitliche Zahnheilkunde ist auch nicht als sogenannte "Komplementär-Zahnmedizin", also als Ergänzung zur "Schul-Zahnmedizin" zu sehen. Im Gegenteil: Die wissenschaftlich orientierte Zahnheilkunde ist ein Teil der Ganzheitszahnmedizin und damit auch der Ganzheitsmedizin. Wurzelfüllungen aus Kräuterextrakten, Einlagefüllungen aus reiner Schurwolle oder handgeschnitzte Brücken aus Holz oder Elfenbein sind nicht die Domäne des ganzheitlich orientierten Zahnarztes. 
Mit den Techniken der Füllungslegung und der Art der verwendeten Materialien befindet er sich voll auf dem Boden der wissenschaftlich orientierten Zahnheilkunde, den er auch nicht verlassen wird. 
Anders sieht es natürlich mit den Antworten auf Fragen nach der individuellen Veträglichkeit der Materialien aus oder mit dem Herangehen an die Problematik der Zahnerhaltung bei beherdeten Zähnen mit Fernwirkungen auf andere Organe. Hier kommt es nun erstmalig zu starken Differenzen mit der "Schul-Zahnmedizin". 
Die Ursachen dafür liegen ganz einfach in einem völlig anderen Denkansatz. Um diesen Denkansatz zu begreifen, ist es notwendig, sich vorher mit einem erkenntnistheoretischen Problem zu beschäftigen, nämlich dem, auf welche Art und Weise in der Medizin Wissen erworben werden kann. Erst dann wird verständlich, warum man die Zahnmedizin nicht losgelöst von der Medizin sehen kann. 
Erst dann werden auch die Hintergründe klar, warum die Zähne wichtige Beziehungen zum Gesamtorganismus haben. Dieser neue Denkansatz muß verstanden sein, damit sich kein ganzheitlich tätiger Zahnarzt der Scharlatanerie bezichtigen lassen muß, wenn er z.B. eine chronische Ostitis (Kieferentzündung) des Eckzahnes mit einer Behandlung der zugleich erkrankten Gallenblase ausheilen möchte. 
Die wissenschaftlich orientierte Medizin/Zahnmedizin und die linear-analytische Methode 
Die heutige naturwissenschaftliche Medizin sieht die Zähne als isolierte Gebilde, die nur den Einflüssen der Mundhöhle ausgesetzt sind. Auswirkungen von pathologischen Prozessen der Zähne auf den gesamten Organismus sind nicht vorstellbar und werden abgelehnt. Das entspricht dem "Fachbereichsdenken" der modernen Medizin: Jedes erkrankte Organ wird einem Spezialisten zugewiesen und dieser versucht, immer mehr ins Detail gehend, sich immer mehr entfernend von der ganzheitlichen Betrachtungsweise, das erkrankte Organ zu heilen. 
Wie kommt nun diese Entfernung von den Gesetzen ganzheitlicher Anschauung zustande?
Die ältere Medizin folgte noch diesen Gesetzen: die von der Natur vorgesehene Einheit von Körper, Geist und Seele wurde beachtet, um den Menschen in der Gesamtheit seiner Funktionen zu heilen. Der eigentliche Schnitt von der ganzheitlichen Betrachtungsweise äußerte sich in einem neuen erkenntnistheoretischen Aspekt, unter dem in der Medizin Wissen erworben werden kann. 
"Was es ermöglichte, im Westen die Heilkunde aus dem Stadium überwiegender Empirie und widersprüchlicher Spekulationen in das prinzipieller Wissenschaftlichkeit zu führen, war der Entschluß zu konsequenter Anwendung der kausal-analytischen Methode."[1]
Was ist kausal-analytisches Vorgehen?
Es bedeutet nichts anderes, als daß man davon ausgeht, daß eine bestimmte Ursache eine bestimmte Wirkung erzielt bzw. daß aus einer bestimmten Wirkung auf eine ganz bestimmte Ursache geschlossen werden kann. Man nennt dieses Prinzip auch "Lineares Denken" oder "Monokausalität". Immerhin: Die konsequente Anwendung dieser Methode hatte alle in den letzten 150 Jahren im Bereich der Medizin erzielten wissenschaftlichen Erkenntnisse und neue Entwicklungen zur Folge. Und dies waren nicht selten bahnbrechende Errungenschaften. So ist es also nicht verwunderlich, daß auch heute noch das Prinzip der Monokausalität als die wissenschaftliche Methode schlechthin angesehen wird und man sich weiterhin bemüht, mit dieser Methode Erkenntnisse zu gewinnen.[2] Man hatte ja so lange damit Erfolg! 
Mit dem Ausbau, der Verfeinerung dieser wissenschaftlichen Methode gelang es, immer mehr Wissen über immer mehr Details zu finden. Das Fachwissen wuchs, es entstanden die Spezialgebiete der Medizin. Es wurde schon lange nicht mehr der gesamte Mensch, sondern seine erkrankten Körperteile und Organe behandelt. Man ging immer mehr dazu über, daß jede Krankheit, ganz im Sinne des kausal-analytischen Denkens, eine spezifische Ursache haben müßte. 
VIRCHOW, der berühmte Berliner Pathologe, begründete Ende des letzten Jahrhunderts seine Zellularpathologie, die jede krankmachende Ursache in oder an der Zelle suchte, d.h. es müssen Veränderungen in der Struktur von Geweben und Zellen vorhanden sein. Auf der Virchowschen Zellularpathologie basiert auch heute noch die klassiche Vorstellung vom Wesen der Krankheit. Das bedeutet, daß wir die Krankheitsursachen auf jeden Fall im Bereichder materiellen Gegebenheiten suchen. Diese Anschauung war ursprünglich eingebettet in eine materialistische Weltanschauung und außerdem in das mechanistische Weltbild der Physik des 19.Jahrhunderts.[3]
Die Erkenntnisse der modernen Physik und das neue medizinische Paradigma 
Die Physik muß als unsere Basiswissenschaft angesehen werden; die Erkenntnisse der Physik beeinflussen bekanntlich alle Wissenschaften, auch die Medizin. Und hier ist etwas Unglaubliches geschehen: 
Während sich die Physik weiterentwickelte, neue Erkenntnisse gewann, blieb die Medizin starr an den alten Erkenntnissen haften, sie basiert im wesentlichen auf den Modellen der klassischen Physik vor der Jahrhundertwende. Namhafte Physiker, wie Hans-Peter Dürr, monieren, daß gerade im Bereich der Medizin die erkenntnistheoretischen Konsequenzen der neuen Physik nicht aufgenommen werden.[3]
"Hier dominiert nach wie vor ein naturwissenschaftliches Weltbild, daß im Wesentlichen die Züge des alten klassisch-mechanistisch-deterministischen Weltbildes des 19.Jahrhunderts trägt."[5]
Das ist eine erschreckende Vorstellung, ausgesprochen von einem namhaften Physiker unserer Zeit. 
Was ist geschehen in der Physik, was hat alle Wissenschaften, auch die Geisteswissenschaften beeinflußt, nur nicht die Medizin? Es wurde vorhin erwähnt, daß die Physik unsere Basiswissenschaft ist. Und eben in der Physik haben sich seit Anfang dieses Jahrhunderts mehrere Paradigmawechsel vollzogen, die nicht nur das gesamte Weltbild, sondern auch den Materiebegriff völlig verändert haben. 
Was ist nun ein Paradigma?
Man versteht unter Paradigmata, die jeweils zu einer bestimmten Zeit von einer bestimmten Gruppe von Wissenschaftlern als gültig angesehenen Theorien und Arbeitsmethoden. Dabei muß betont werden, daß ein Paradigma nichts mit einem Wahrheitsanspruch zu tun hat. 
Zur Erinnerung: Die kausal-analytische Methode ist das derzeit vorherrschende Paradigma in der Medizin. Fortschritte in der Wissenschaft vollziehen sich nun nicht kontinuierlich, sondern durch revolutionäre Prozesse, die bestimmten Gesetzmäßigkeiten unterliegen.[3]
Und diese revolutionären Prozesse vollziehen sich schlagartig dann, wenn folgender Fakt eintritt: Viele Phänomene, viele Prozesse und Vorgänge passen plötzlich nicht mehr in das alte Denkmodell, in das zu dieser Zeit gültige Paradigma! Während unter dem Paradigmawechsel in der Physik auch die anderen Naturwissenschaften beeinflußt wurden, basiert die medizinische Wissenschaft auf den Denkmodellen der klassischen Physik der Jahrhundertwende! 
Ein Zustand, den man anzweifeln möchte bei all den Erfolgen, die die Medizin in den letzten Jahren hatte! Das ist kein Widerspruch! Auch in der Physik wurde aufgrund des mechanistischen Denkens der gesamte Bereich der Optik aufgebaut! Die Gesetze der Mechanik gelten dennoch auch heute, nur: sie sind nicht mehr allgemeingültig in der Physik. Hier fand ein Paradigmawechsel statt; der, wie schon erwähnt, u.a. den Materiebegriff völlig verändert hat. 
Inzwischen hat sich die früher scharfe Trennung von Materie und Energie aufgelöst. Materie ist also eine Form der Energie und es ist weiterhin bekannt, daß Materie ebenfalls die Eigenschaft hat, elektromagnetische Wellen auszusenden. 
Welche Bedeutung kann nun diesen hochinteressanten Entdeckungen in der Physik beigemessen werden, ganz speziell zugeschnitten auf das soeben kritisierte Denkmodell der Schulmedizin? 
Das, was der modernen Medizin so viel Schwierigkeiten bereitet, ist die Tatsache, daß sie bei der Therapie der chronischen Erkrankungen versagt. Die pathologischen Abläufe und die damit verbundenen Veränderungen in den Zellen, Geweben und Organen sind zwar bis ins allerkleinste Detail bekannt, aber es wird dabei so oft vergessen, daß es sich dabei um Folgeerscheinungen und nicht um die eigentlichen Ursachen handelt! Die eigentlichen Ursachen chronischer Erkrankungen liegen nicht im Bereich der materiellen Gegebenheiten, deshalb versagt hier die Anwendung der kausal-analytischen Methode als Denkmodell, die aber, wohlgemerkt, bei der Therapie der akuten Krankheiten funktioniert. Und hier ist auch die Domäne der Schulmedizin zu sehen. 
Eine weitere Kritik am Denkansatz der Schulmedizin ist die Tatsache, daß die Wechselwirkungen in biologischen Systemen und die damit verbundene Dynamik nicht beachtet werden. 
Im Sinne der klassischen Physik von GALILEI und NEWTON müßte der Nachweis von Zusammenhängen auch hier unter linearkausalen Bedingungen "experimentell voraussagbar und widerspruchsfrei" geführt werden.[2] Die gilt aber nur für "geschlossene (mechanische) Systeme", nicht aber für das "offene System" Mensch. 
Alle biologischen Organismen sind "offene Systeme", d.h. sie sind in der Lage mit ihrer Umgebung Energie und Materie auszutauschen. Biologische Systeme weiterhin zeigen keine Linearität, sondern sie sind hoch vernetzt und unterliegen einem Fließgleichgewicht.[6] Unter diesen Voraussetzungen wird es immer schwieriger, die kausal-analytische Methode für biologische Systeme in ihrer Gesamtheit anzuwenden. 
"Wer aber eindimensionale Kausalketten auf vernetzte Systeme anzuwenden versucht, kann für seine Arbeiten nicht mehr den Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erheben."[7]
An dieser Stelle sei nochmals daran erinnert, was bereits über den Paradigmawechsel gesagt wurde: Wenn viele Vorgänge, Prozesse, Phänomene nicht mehr in das derzeit gültige Paradigma passen, ist dies ein Zeichen, daß ein Paradigmawechsel bevorsteht. 
Davon wird auch die Medizin als Wissenschaft nicht verschont bleiben!
Da keine eindeutigen Ursachen chronischer Erkrankungen aufgezeigt werden können, ist auch keine ursachenbezogene Therapie möglich. Das traditionelle Denkmodell der Schulmedizin, daß sich so sehr an materielle Gegebenheiten klammert, läßt sich hier nicht anwenden und bedarf also einer Veränderung. 
Man muß in anderen Bereichen suchen und hier kommen uns die Erkenntnisse der modernen Physik zu Hilfe. Die scharfe Trennung zwischen Materie und Energie ist, wie bereits erwähnt, aufgehoben als neuer Begriff, als "dritte Entität" des Universums wurde die Information erkannt. Information ist weder Materie noch Energie, kann aber beide als Träger benutzen. 
In den neuen Wissenschaftszweigen, Systemtheorie und Kybernetik ist die Information der zentrale Begriff. Während sich die Systemtheorie mit den Beziehungen der Teile eines Systems untereinander beschäftigt, untersucht die Kybernetik mehr die Art und Weise der Steuerung zum Erreichen eines Zieles, also die Art und Weise der Kommunikation von Systemen und ihren Teilen.[3]
Es ist nun die logische Konsequenz, daß man aus allen modernen physikalischen Erkenntnissen, den Versuch unternommen hat, den Krankheitsbegriff neu zu formulieren, und zwar im kybernetischen Sinne. 
Dabei müßten ebenfalls die Begriffe Gesundheit und Krankheit präzisiert bzw. neu definiert werden. Gesundheit ist ein Phänomen, denn es stellt aus den zahllos tatsächlich existierenden Möglichkeiten des Verhaltens biologischer Systeme, das statistisch Unwahrscheinlichste dar.[3]
Fernab vom thermodynamischen Gleichgewicht ist hier ein unwahrscheinlicher Aufwand an Energie, Informations- und Steuerungsmechanismen erforderlich, um Leben aufrecht zu erhalten. 
Und um diese Steuerungsmechanismen geht es im kybernetischen, neu definierten Krankheitsmodell, denn Vorraussetzung für die Gesundheit ist ein völlig autonom funktionierendes Steuerungssystem, daß wir aus der Technik kennen und Regelkreis nennen. 
Was ist ein Regelkreis?
Ein Regelkreis dient ganz einfach dazu, eine bestimmte Größe konstant zu halten. 
Regelkreis Abbildung 1
Dies funktioniert auf folgendem Weg: Ein Fühler tastet an diesem konstant zu erhaltendem System den momentanen Wert ab, der über bestimmte Leitbahnen einem Regler zugeleitet wird, der den Wert mit einem dazu eingestellten Sollwert vergleicht und bei Abweichungen ein Korrektursignal aussendet, der den abgewichenen Zustand wieder auf den Ausgangswert umstellt. 
Die Regelkreise sind auch auf biologische Systeme anzuwenden. Leben funktioniert nur in einem ganz engen Bereich chemisch-physikalischer Gegebenheiten[3], unterliegt aber starken Einflüssen aus der Umgebung, die sofort korrigiert werden müssen, um Leben nicht zu zerstören. Leben ist also auf das Funktionieren der Regelkreise angewiesen und daraus ergibt sich eine neue Definition für Gesundheit. 
"Gesundheit ist das einwandfreie Funktionieren der automatischen, der autonomen Regelkreisfunktionen auf der Steuerungsebene des Organismus. Für diese einwandfreie Funktion ist der ungestörte Informationstransfer Vorraussetzung".[4]
Das Funktionsmodell des Regelkreises stellt einen in sich geschlossenen ständigen Kreislauf von Informationen dar. 
Wie erfolgt nun dieser Informationszufluß im Organismus?
Im Organismus gibt es neben der altbekannten Informationsübertragung auf nervalem Weg, also über elektrische Potentiale in entsprechenden Leitern (den Nervenbahnen, sozusagen dem Telefon des Organismus) und der humoralem Informationsübermittlung durch Biomoleküle (Blut, Lymphe; den Transmittersubstanzen, entsprechend der Brief- und Paketpost), noch eine dritte Form der Kommunikation; die Information (entsprechend der drahtlosen übermittlung in der Technik).[3]
Es wurde bereits festgestellt, daß Information weder Materie noch Energie ist, zwar an diese gebunden sein kann, aber nicht unbedingt sein muß. Information kann genausogut aus Schwingungsmustern von elektromagnetischen Feldern bestehen. 
Für das Prinzip der Regelkreisfunktionen ist es völlig egal, wie nun der Informationstransfer verläuft: über Nervbahnen mittels elektrischer Impulse, über biomechanische Transmittersubstanzen wie Blut oder Lymphe oder als elektromagnetisches Schwingungsmuster! 
Die Konsequenzen des neuen Denkens für den Zahnarzt
Die elektromagnetische Informationsübertragung hat also die gleiche Bedeutung wie die nervale oder auch humorale. 
Über elektromagnetische Felder findet in unserem Organismus die ständige Kommunikation der Zellen, der Systeme miteinander statt. Nur auf diese Weise kann z.B. die Beziehung zwischen Organen und Zähnen verstanden werden und durch diese neue Betrachtungsweise ist es also nur die logische Konsequenz, daß die Zahnheilkunde nicht mehr als eigenständiges Gebiet mit eng umschriebenen Wirkungsbereich des Zahnarztes aufgefaßt werden kann. 
Ganzheitliche Zahnheilkunde ist immer Ganzheitliche Medizin!
Durch die vielen vernetzten Systeme im Organismus kann der Zahnarzt bei Nichtbeachten dieser Gesetze durch die mit seiner Tätigkeit verbundenen Eingriffe, massive Störungen in der Gesundheit des Patienten hervorrufen, d.h. in das neue Denken umgesetzt, er greift in das Funktionieren der Regelkreise ein, stört damit die Regulationsfähigkeit des Körpers. Wie kann nun die normale Regulationfähigkeit des Körpers z.B. durch den Zahnarzt beeinflußt werden. 
Darauf gibt es im kybernetischen Sinne folgende Antwort: Indem Störungen der Regelkreise vorliegen, ist der Körper in seiner Regulationsfähigkeit eingeschränkt, d.h. er kann bei Einwirkung entsprechender Noxen nicht mehr sinnvoll reagieren. Eine sinnvolle Reaktion des Organismus ist z. B. bei einer akuten Erkrankung das Fieber. Die damit verbundenen regulatorischen Vorgänge (Erhöhung der Körpertemperatur, Beschleunigung der Stoffwechselvorgänge, erhöhte Toxinausschüttung) helfen dem Körper zur Gesundung. 
Vorraussetzung für diese ungestörte Regulation ist das Funktionieren der Regelkreise. Bei chronischen Erkrankungen handelt es sich also um Regelkreisstörungen, die eine vernünftige, sinnvolle Reaktion des Körpers verhindern. 
Regelkreis mit Störeinflüssen
Abbildung 2: Mögliche Störeinflüsse auf die Regelung im Organismus (von genetische und traumatischen Faktoren abgesehen). Aus: "Das neue medizinische Paradigma" (Hanzl - 1995).
Verschiedene Faktoren können nun als Störquellen die normale Funktion im Regelkreis stören, so wie z.B. hier abgebildet: beherdete Zähne, Mängelzustände von Vitaminen und Spurenelementen oder auch toxische Produkte von Viren oder Bakterien. Die Belastungsfaktoren blockieren die Regelkreisfunktion, ganz speziell den Informationsfluß, hindern den Körper an der ungestörten Regulation. Die Funktion des Regelkreises, einen bestimmten Zustand konstant zu halten, ist blockiert. Chronische Krankheit ist grundsätzlich Ausdruck einer gestörten Regelkreisfunktion.[3]
Nun könnte man dagegen einwenden, daß die Zahl der belastenden Faktoren groß ist und sehr schnell alle Regelkreisfunktionen blockiert wären, d.h. irgendwann wird dann jeder einmal chronisch krank. Dem ist nicht so, auch hier hat sich die Natur geholfen. Jedenfalls ist die Art der Absicherung von Regelkreisen auch aus der Technik bekannt: Jeder Regelkreis ist im Prinzip gegen Störungen mehrfach abgesichert, durch sogenannte Ersatz-Regelkreise. 
Kompensation von Regelkreisstörungen
Abbildung 3: Erst die Störung und Erschöpfung sämtlicher kompensativer Informationsübertragungskanäle oder/und Regelzentren führt zum Zusammenbruch der Regelfunktion und damit zum erstmaligen Auftreten entsprechender Symptomatik! Aus: "Das neue medizinische Paradigma" (Hanzl - 1995).
Bei Ausfall eines Kanales, in dem die Information fließt, übernimmt ein anderer Kanal weiterhin die Funktion des Informationsflusses, also der Regelkreis ist noch lange nicht gestört. Ist z.B. der Kanal 1 durch störende elektromagnetische Schwingungen aus einem beherdeten Zahn beeinträchtigt bzw. blockiert, passiert für den speziellen Regelkreis, der für ganz bestimmte z.B. Organfunktionen im Organismus zuständig ist, noch lange nichts. 
Erst wenn es zur Einlagerung mehrerer Noxen kommt ist der Regelkreis völlig blockiert, das Resultat ist eine gestörte Organfunktion oder andere pathologische Erscheinungen. 
Die Amalgamproblematik unter einem anderen Aspekt
Wenn also im Denkmodell "Regelkreis" z.B. das berühmt-berüchtigte Amalgam für den Informationsfluß als letzter blockierender Faktor dazukommt, werden dann wahrscheinlich in einem Organismus, der bereits durch andere Noxen stark belastet ist, noch andere Regelkreise blockiert. Erst dann entstehen Erkrankungen, die so oft nicht mit dem Denkmodell der Schulmedizin, also mit der kausal-analytischen Methode erklärt werden kann, die immer nur eine Ursache für eine Krankheit sucht. 
Die eigentliche Ursache für Regulationsstörungen und damit für chronische Erkrankungen ist der gestörte Informationsfluß, der keine sinnvolle regulatorische Arbeit des Körpers mehr zuläßt, nicht allein das Amalgam! 
An dieser Stelle ist ein Blick auf die Liste der Erkrankungen und Symptome bei Amalgambelastung sinnvoll:  Zusammenfassend kann man sagen: Amalgam macht ja eigentlich alles! Sicher, aber auf keinen Fall für jeden Patienten gleich: Es kommt ganz darauf an, welche Regelkreise mit ihren spezifischen Funktionen zuletzt oder überhaupt bei ihm durch Amalgam blockiert wurden sowie inwieweit andere Noxen dabei auch eine Rolle spielen. 
Das plurikausale Denken ist gefragt und man muß es sich einfach klarmachen, daß grundsätzlich verschiedenste Faktoren durch Störung und Blockade von Regelkreisen den Zusammenbruch der Regulationsfähigkeit des Organismus verursachen können. Nur mit diesem neuen kybernetisch definierten Krankheitsmodell können wir erstmals das Entstehen chronischer Erkrankungen verstehen, auch das der sogenannten Amalgamvergiftung. 
Es ist niemals das Amalgam allein, das Störungen verursacht. Es ist zwar in einigen Fällen möglich, daß das Amalgam das primäre Problem ist und daß nach erfolgter Amalgamsanierung und -ausleitung die Beschwerden des Patienten verschwinden. 
Aber es ist genauso gut möglich, daß sie nach Einlagerung einer anderen Störquelle (z.B. eines Holzschutzmittels, mit dem der Patient nach der Amalgamsanierung wieder fit und fröhlich seine Gartenlaube gestrichen hat) in ähnlicher Weise wieder da sind. 
Das heißt: Die Behandlung chronischer Erkrankungen wie auch die Amalgamvergiftung ist immer plurikausal zu sehen, die Therapie muß an vielen Ursachen ansetzen. Wird die Amalgambelastung monokausal betrachtet, entfernt man also nur das Amalgam, ist das Rezidiv vorprogrammiert. Die allgemeingültige Aussage des Physikers VESTER gilt auch hier: 
"In der Realität hat jede Ursache viele Wirkungen und jede Wirkung viele Ursachen."[8]
Der Patient hat eine teure Sanierung bekommen, ihm ist aber in seinem Beschwerdebild unter Umständen nicht langfristig geholfen. Oft will es dann die Ironie des Schicksals, daß die neu gelegten Kunststoffüllungen oder die eingesetzten Goldfüllungen die immer noch mit anderen Noxen behafteten Regelkreise, erneut blockieren, weil erstens versäumt wurde die individuelle Verträglichkeit des Materials auszutesten und zweitens die Regulationsfähigkeit des Patienten überhaupt nicht bekannt war. 
Die hohe Verantwortung, die der Zahnarzt beim Legen neuer Füllungsmaterialien trägt, ist eindeutig erkennbar. Es ist vorher genau abzuchecken, inwieweit das Amalgam wirklich das primäre Problem ist. Dazu ist der ganzheitliche Zahnarzt auf die Mithilfe ärztlicher Kollegen angewiesen, da er leider von gesetzlicher Seite dazu angehalten ist, nur die Zähne zu betrachten. 
Die Bedeutung des Grundsystems
An dieser Stelle erscheint es sehr wichtig, einen weiteren interessanten Aspekt aus ganzheitlicher Sicht zu erwähnen. Dieser ist das Einbringen von Füllungsmaterialien in die Zähne. Dazu sei, auch wenn es selbstverständlich erscheint, kurz noch einmal der Aufbau eines Zahnes dargestellt: 
Der Zahn besteht aus dem Schmelz, der härtesten Substanz im Organismus, dem Zahnbein (Dentin), dem Zahnnerven (Pulpa) sowie der Zahnwurzel mit dem Wurzelzement als bedeckende Schicht. Befällt nun den Zahn eine Karies, wird zuerst der Schmelz zerstört, später das Dentin, das durch feine Kanälchen, den Dentintubuli, mit dem Zahnnerven verbunden ist, der wiederrum über die Blutgefäße des Kieferknochens mit dem gesamten Blutkreislauf des Körpers Verbindung hat. Professor Heine von der Universität Witten-Herdecke hat nun kürzlich nachgewiesen, daß z.B. Quecksilberpartikel aus den Amalgamfüllungen heraus, auch durch die Unterfüllung über die feinen Dentinkanälchen in die Pulpa und damit in die Blutgefäße des gesamten Organismus eindringen und somit im gesamten Körper eingelagert werden können. 
Hierbei ist die gesamte Problematik des Entstehens von Quecksilberdämpfen und deren Einatmung beim Ausbohren noch gar nicht mit berücksichtigt. Besonders gern lagern sich Amalgam und Schwermetalle in das sogenannte mesenchyme Bindegewebe, im Grundsystem ein. 
Was ist ein Grundsystem?
Das Grundsystem besteht aus dem Bindegewebe, das sich zwischen den Organen und den Blut-, Lymphe- und Nervenbahnen befindet. Es ist nicht, wie lange Zeit angenommen, nur Halte- und Stützgewebe für die inneren Organe. Im menschlichen Organismus herrscht eine lange Zeit unbemerktes Phänomen: kein Blutgefäß, keine Lymphbahn etc. reicht direkt bis an das Organ, es ist immer die bindegewebige Struktur des Grundsystems als eine Art Transitstrecke dazwischen. 
Grundssystem nach Pirschinger
Abbildung 4
In dieser Transitstrecke findet der eigentliche Stoffaustausch auf materieller Ebene sowie der Energie- und Informationstransport in energetischer und informeller Hinsicht statt. Das Grundsystem ist ein Medium vorzüglicher elektrischer Leitfähigkeit, auch im Sinne der Informationsübertragung in Form von elektromagnetischen Schwingungen. Leider ist aber auch unser Grundsystem der Filter, der Speicher oder besser die Müllhalde von uns belastenden Faktoren, Schadstoffen und Toxinen etc. 
Alles was schadet, wird im Grundsystem abgelagert, um die Organfunktionen so lange wie möglich unbehelligt zu lassen. Unsere Gesundheit z.B. ist abhängig vom Grad der Verschlackung des Grundsystems. 
Zurück zum Zahnbein, zum Dentin. Es hat, embryologisch gesehen, eine starke Beziehung zum bindegewebigen Mesenchym des Grundsystems, beide - Dentin und Grundsystem - entstehen aus dem selben Keimblatt; dem Mesoderm. Man kann also das Dentin zum Grundsystem gehörig sehen und die Zahnärzte, die zum größten Teil unbedenklich Füllungsmaterialien in das Dentin legen, können das Grundsystem ihrer Patienten stark belasten. 
Der Grad der Störung durch Füllungsmaterialien hängt vom Grad der Belastung des Grundsystems ab. Ein stark belastetes Grundsystem wird das Einbringen von Füllungsmaterialien, egal welcher Art, schwerer verkraften, als ein weitgehendst unbelastetes Grundsystem. An dieser Stelle muß erwähnt werden, daß das Grundsystem mit all seinen Funktionen das unspezifische Immunsystem im Körper darstellt, das wiederum in seiner intakten Funktion Vorraussetzung für das Funktionieren des spezifischen eiweißgebundenen Immunsystems ist. 
Die enorm wichtige Bedeutung dabei ist klar. Weiterhin ist das Entstehen von vielen Störungen des spezifischen Imunsystems im Sinne von Allergien, durch die belasteten verschlackten Grundsysteme eindeutig im Zusammenhang erkennbar. Es wird immer deutlicher, und das soll auch das Ziel dieser Abhandlung sein, wie wenig man den Zahnarzt aus der gesamten Ganzheitsmedizin ausklammern kann. Kein Arzt anderer Fachrichtungen bringt soviel Fremdmaterialien über die Zähne in das Grundsystem ein wie der Zahnarzt, von allen allopathischen Medikamenten einmal abgesehen. 
Im Prinzip ist jede Zahnfüllung ein Implantat in das Grundsystem, in unser unspezifisches Immunsystem!
Aus dieser Sicht können also nicht nur Amalgam, sondern auch andere Werkstoffe eine Belastung für den Menschen darstellen. Allerdings muß gesagt werden, daß die Goldfüllung oder auch die Kunststoffüllung in ihrer individuellen Verträglichkeit einmal paßt oder auch nicht, hingegen paßt Amalgam aufgrund seines ungünstigen elektromagnetischen Schwingungsmusters, was es als Festkörper aufweist, sehr selten.
Ein anderer Fakt ist, daß es bei gesunden Menschen zwar eine Belastung für das Immunsystem darstellt, aber (noch) toleriert werden kann. 
Die energetischen Wechselbeziehungen der Zähne zu den Organfunktionen und die Herdproblematik
Wie anfangs erwähnt, sind die Zähne nicht nur als isolierte Gebilde in der Mundhöhle zu betrachten. Da im Körper alles mit allem vernetzt ist, ist es also nicht verwunderlich, daß zu allen Organen von Seiten der Zähne aus Beziehungen bestehen und umgekehrt. 
Diese von VOLL empirisch gefundenen und so aufgezeichneten Organbeziehungen der Zähne bestätigen sich sehr oft in der alltäglichen Praxis. Oft sind es wurzelbehandelte Zähne, die an ihren Wurzelheadline2en nicht immer röntgenologisch sichtbare Herde aufweisen, die als Zahn mit dem dazugehörigen umgebenden Kieferabschnitt, Odontom genannt, über energetische Bahnen im Organismus, Meridiane, die Organe in ihrer Funktion stören. 
Die Wurzelfüllungen sind zwar schulmedizinisch lege artis durchgeführt, aber oft ist es nicht möglich, wirklich vollständig den abgestorbenen Zahnnerven in allen kleinen Kanälchen zu entfernen. Es bilden sich die Substanzen Mercaptan und Thioäther, die eine Art Leichengift darstellen, zerfallene Einweißprodukte im lebenden Organismus. 
Die ganzheitlich ausgerichtete Zahnarztpraxis
Folgende Fragen, die die Patienten haben, wenn sie eine ganzheitlich orientierte Praxis konsultieren, sind zu klären: 
  1. Habe ich eine Amalgam- oder Schwermetallbelastung aus zahnärztlichen Werkstoffen?
  2. Steht meine chronische Erkrankung damit in Zusammenhang?
  3. Welche Belastung ist die übergeordnete Belastung?
  4. Habe ich beherdete Zähne, die eine Fernwirkung auf bestimmte Organe haben?
Am Anfang steht selbstverständlich eine ausführliche Anamnese. Sehr sinnvoll ist es, am Anfang festzustellen, inwieweit der Patient überhaupt in seiner Regulationsfähigkeit gestört ist. 
Welche Organstörungen liegen vor, wo sind Störfelder bzw. Herdbelastungen zu finden?
Wertvolle Hilfen sind dabei bioelektronische Diagnostikgeräte, wie z.B. die Decoder-Dermographie bzw. die Segmentelektrographie. Sie basieren im wesentlichen auf der dynamischen Messung des Hautleitwertes und geben in relativ kurzer Zeit einen Einblick in die energetischen Zusammenhänge und Regulationsfähigkeit des Patienten und ergänzen dabei in hervorragender Weise die vom Patienten vorgelegte Anamnese. 
Besonders wichtig für den ganzheitlich arbeitenden Zahnarzt ist die Tatsache, daß er damit erkennen kann, ob ein z.B. beherdeter Zahn eine Fernwirkung hat. 
Wie ist dabei vorzugehen? 
Nach Feststellung von Regulationsblockaden im Körper, kann man z.B. den für die Blockaden vermutlich verantwortlichen Zahn im Sinne einer Neuraltherapie mit Procain umspritzen. Ist die Blockade nach einer weiteren Messung aufgehoben, kann man relativ sicher sein, daß hier energetische Zusammenhänge zwischen beherdeten Zähnen und erkrankten Organen bestehen. Eine bewährte Methode zur Diagnostik chronischer Irritationen ist die Thermographie, die die Regulationsfähigkeit des Körpers über die Messung der Hauttemperatur vornimmt. Die Aussagen, die sich dabei ergeben, sind ebenfalls Aussagen über Regualtionsstörungen bzw. Diagnostik von Herden und Fernwirkungen. 
Die Frage nach Amalgam- und Schwermetallbelastungen in Zusammenhang mit chronischen Erkrankungen und die Frage nach der Priorität der Belastungen ist sehr gut mit bioelektronischen Testverfahren wie Elektroakupunktur nach VOLL oder der VEGA-Methode zu beantworten, die auf den, wie bereits vorhin erwähnt, noch wenig in der Medizin genutzten Modellen von Systemtheorie und Kybernetik beruhen. Leider kann im Rahmen dieser Abhandlung nicht näher auf diese Methoden eingegangen werden. Es sei nur soviel gesagt: Der Arzt oder Zahnarzt, der ein bioelektronisches Testverfahren beherrscht, ist in der Lage den Patienten die oben genannten Fragen zu beantworten und eine entsprechende Therapie festzulegen. 
Eine Therapiemöglichkeit für den ganzheitlich tätigen Zahnarzt ist dabei die systematische Amalgam- bzw. Schwermetallsanierung und die damit verbundene Begleittherapie mit ausgetesteten homöopathischen Ausleitungspräparaten. Dabei ist zu beachten, daß der schwermetallbelastete Patient erst einmal in einen metallfreien Gebißzustand (provisorische Versorgung mit Zement bzw. Langzeitprovisorium aus ausgetestetem Kunststoff) gebracht werden muß. Diese Übergangslösung sollte solange bestehen, bis man sicher sein kann, daß ein neu eingebrachtes Metall keine Regulationsblockaden hervorrufen kann. Die Überprüfung der Regulationsfähigkeit nach der Ausleitungstherapie und im günstigen Fall parallel dazu verlaufenden naturheilkundlichen ärztlichen Therapie ist mit Hilfe der bioelektronischen Diagnose- und Testverfahren hervorragend möglich. Erst dann sollte die zahnärztliche Neuversorgung mit ausgetesteten Materialien erfolgen. Eine weitere Therapiemöglichkeit ist die chirurgische Herdsanierung bzw. die Entfernung von beherdeten Zähnen mit Fernwirkungen. 
Vor und nach den operativen Eingriffen können homöopathische Präparate zum Einsatz kommen, die den Prozeß einer guten Wund- und Knochenheilung fördern. Die Überprüfung, ob die Herde auch vollständig entfernt wurden, ist wieder mit den bioelektronischen Verfahren möglich. Jederzeit ist dadurch eine Therapiekontrolle möglich, um den Erfolg der Behandlung kritisch zu überprüfen. Eine weitere Therapiemöglichkeit des ganzheitlich ausgerichteten Zahnarztes ist die Darmsanierung bei Parodontose. 
Gestörte Verhältnisse im bakteriologischen Gleichgewicht in der Mundhöhle gehen stets mit einer pathologisch veränderten Darmflora einher. Da sich im Darm, der den Ort des ersten Kontaktes mit Fremdstoffen aus der Umwelt darstellt, 80% des Immunsystems (lymphatisches Gewebe der PEYERschen Plaques) befinden, ist es nicht verwunderlich, wenn eine krankhaft veränderte bakteriologische Besiedelung des Darmes (z.B. durch falsche Ernährung oder Antibiotika) ein geschwächtes Immunsystem verursacht. 
Ein weiteres Betätigungsfeld stellt die Ganzheitliche Kieferorthopädie dar, wo es darum geht - in kurzen Worten ausgedrückt - Mundraumentwicklungen zu fördern um Zahnstellungs- und Kieferanomalien zu beeinflussen. Dabei werden Störungen in der Atmung, des Lymphabflusses sowie krankhafte Wirbelsäulenveränderungen günstig beeinflußt. 
Die Ganzheitliche Zahnheilkunde ist bestrebt, den Menschen in der Gesamtheit seiner Funktionen zu betrachten. 
Besonders wichtig für einen ganzheitlich tätigen Zahnarzt ist die Tatsache, daß er unbedingt die Möglichkeit sucht, eng mit einem ärztlichen Kollegen zusammemzuarbeiten, der die ganzheitliche Anschauung für seine Heilkunst ebenso anwendet. Nur auf diese Art und Weise können wir den uns aufsuchenden chronisch kranken Patienten mit zahnärztlicher Problematik umfassend helfen. Das ist genau der Punkt, wo wir aufhören, nur rein mechanisch perfektionistisch Zähne zu reparieren, sondern anstreben, wirklich Zahn-Arzt zu sein. 
    Literatur
  1. Pockert, M.: "Klinische chinesische Pharmakologie"

  2. Heidelberg 1977
  3. Dracynski, Gisela: "Grundlagen Ganzheitlicher Erfahrungsheilkunde"
  4. Hanzl, G. S.: "Medizinische Systemdiagnostik"

  5. - Elektroakupunktur nach Voll
  6. Hanzl, G. S.: "Das neue medizinische Paradigma"

  7. Karl F. Haug Verlag, Heidelberg 1995
  8. Dürr, H. P.
  9. Bertalanffy, L. v.: "Theoretische Biologie"

  10. Bd. 1, Berlin 1932 w .d. Gruyler
  11. Thomas, F.: "Die Anwendung einfacher Prinzipien der Regelung komplexer Systeme auf die Humanmedizin"

  12. DFVRL-Mitt. 84-13, Braunschweig 1986
  13. Vester, Frederic: "Neuland des Denkens"

  14. dtv 1984 
Dieser Artikel erschien in der Zeitschrift Treff-Räume espacio time Nr. 4/96, 1/97 und 2/97. 
 
 
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